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Gesundheit neu gedacht

© Kyson Dana, unsplash

Corona hat uns durchgerüttelt, wach geschüttelt, durcheinandergebracht. Wir haben uns zurückgezogen, manch einer hat sich gesträubt – und gehofft, dass es bald wieder „alles normal“ wird. Unsicherheit und Angst haben diese Wochen geprägt, und wir haben versucht, unsere Gesundheit so gut wie möglich zu schützen.

Und doch gaben uns diese Wochen auch Momente des Verschnaufens – wir hatten endlich Zeit für Sport, eine gesündere Ernährung, für kreative Projekte, die wir schon so lange im Kopf hatten. Viele habe ich sagen hören „Endlich Ruhe…“. Nun sind die ersten Lockerungen da, und die emsige Geschäftigkeit hat wieder an Fahrt aufgenommen.

Ist es jetzt nicht an der Zeit, unser „Normal“ zu hinterfragen bevor wir wieder darin abtauchen? Was wäre, wenn …? Was wäre, wenn wir unsere Idee von Gesundheit und Wohlbefinden ganz neu definieren?

Vom ängstlichen Schützen unseres Körpers vor Gefahren, beginnen wir, ihn zu nähren mit Schönem, mit Gutem. Wir staunen wieder über das Wunder des Lebens und das fantastische Zusammenspiel unseres Körpers. Wir erleben Bewegung in all ihren Facetten, spüren den Atem, wie er ein und ausströmt und die Sonne auf unserer Haut. Wir drücken uns aus mit unserer Einzigartigkeit, mit unserer Kreativität und erlauben uns, einfach nur zu sein.

Zeit

Wir weiten unsere zwischenmenschlichen Beziehungen aus oder lassen sie wiederaufleben, genießen ein gemeinsames Essen und lachen miteinander. Wir nehmen uns Zeit für die Dinge, die uns glücklich machen, nehmen uns Zeit für uns selbst. Und ganz nebenbei entdecken wir die Freude an der Einfachheit. Wir betrachten all unsere Gewohnheiten, Eingefahrenes, und probieren mutig Neues aus.

Wohlbefinden

Wohlbefinden in diesem Sinne meint nicht, dass wir jeden Tag glücklich sind oder kerngesund. Es ist nicht nur die Abwesenheit von Krankheit, sondern ein Gefühl von Ganzheit, ein JA zu uns selbst.

Wohlbefinden in diesem Sinne bezieht das Wohl unserer Mitmenschen, der Tiere, Pflanzen und unseres Lebensraumes mit ein, im Wissen, dass es uns langfristig nur gut gehen kann, wenn wir auch andere in ihrem Wohlsein unterstützen. Kurz: Wohlbefinden setzt Achtung und Respekt vor uns selbst und vor anderen voraus.

Mut

Sicher, es braucht etwas Mut zur Veränderung. Doch wenn wir das Leben als stetige Veränderung begreifen und akzeptieren, dann haben wir jetzt die Chance zu wachsen als Mensch und als Gesellschaft.

Für mich jedenfalls war und ist diese Zeit ein Wiederentdecken meiner Kreativität, und ich habe begonnen zu zeichnen. Welch eine Freude, die mein gesamtes Körpersystem zur Ruhe kommen lässt. Den Kaffee am Morgen habe ich in diesem Zuge mit grünem Tee ersetzt. Einfach, um zu sehen, wie es mir damit geht. Mein Körper sendet mir zuverlässig Signale, was mir guttut und was nicht. Und nach einer gewissen Zeit kann ich mich dann bewusst entscheiden.

Neues

So wünsche ich dir, dass du noch einmal innehältst, dass du dir immer wieder Zeiten erlaubst, in dich hinein zu lauschen, dass du Neues ausprobierst um dein ganz individuelles Wohlbefinden zu entdecken. Manchmal sind es schon kleine Veränderungen die großes bewirken.

Lass uns den ersten Schritt gehen – hinein in eine gesündere Welt, in der das Wohlbefinden des Individuums den höchsten gesellschaftlichen Wert genießt.

Autorin: Cornelia Schweneke, Gesundheitscoach & Yogalehrerin

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