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Flaute – über Stillstand und Geduld

© Ute Baacke

„Ein Baum, der fällt, macht mehr Krach als ein Wald, der wächst.“ (tibetisches Sprichwort)

„Aus mir muss noch etwas werden.“ „Ich muss das noch schaffen.“ Machen wir uns nichts vor, ständige Hektik und die Angst zurückzubleiben bestimmen unseren Alltag. Ehe wir uns versehen, finden wir uns wieder beim Abarbeiten von Listen, endlosen Weiterbildungen, rennen Rolltreppen hoch oder runter und rempeln im Vorbeilaufen, den Blick aufs Smartphone, unsere Mitmenschen an.

Doch wohin rennen wir? Du musst erfolgreich sein, heisst es, Wachstum, Verbessern, „Es schaffen“! Aber was ist das Richtige für mich? Wie finde ich es heraus?

Experiment Untätigkeit

„Trübes Wasser wird klar, wenn man es ruhig stehen lässt – genauso kann man mit Ruhe, Geduld und Zeit die Wahrheit nach und nach klar ans Licht treten lassen“

Geduld bedeutet Vertrauen zu haben. Freudvoll den Moment geniessen und erwartungsvoll auf das schauen, was sich gerade entfaltet. Gute Ideen tauchen scheinbar aus dem Nichts auf und lassen sich auch leichter umsetzen als erwartet.

„Das Schöne an Geduld ist, dass man sie nicht braucht, wenn man sie hat!“

Warum fällt uns Warten, Geduld und Stillstand so schwer?

Ungeduld ist ein vom gegenwärtigen Moment abgetrennter Zustand. Ohne Vertrauen versuchen wir aus Gewohnheit oder weil wir es für ein gesellschaftliches Muss halten, mit Macht und Gewalt in den sich entwickelnden Prozess einzugreifen, aus Angst, dass sonst nichts passiert.

Wie wäre es zu fühlen, wer ich bin, wenn alle Aktivitäten ruhen?

Geduld ist das Einverständnis Stille und Stillstand akzeptieren. Das einsinken in den Moment, ins Sein, in sich Selbst. Dieser Zustand schafft die Möglichkeit zu antworten statt zu reagieren. Das erschafft ein Gefühl von innerem Frieden und die Möglichkeit die sanften Hinweise wahrzunehmen, die unser Umfeld bereit hält.

Im Alltag ist dieser Zustand für viele jedoch nicht so leicht zu erreichen. In meinem Selbstversuch wurde ich geplagt von Selbstzweifeln, schlechtem Gewissen, innerer Unruhe, Langeweile und Angstgefühlen.

Um aus diesem Gedankenkarussel auszusteigen, helfen mir kleine, liebevolle Dinge, die meine Aufmerksamkeit sofort in den Moment und zurück in meinen Körper bringen, wann immer ich mich unruhig und unverbunden fühle. Aus diesem Zustand heraus verschiebt sich der Fokus und das „Richtige“ kann sich offenbaren.

Verzaubere dich! Probier es mal aus und schau selbst, was sich verändert. Was öffnet mein Herz, lässt mich sanft und weich werden?

Zur Inspiration hier einige Beispiele:

*Dankbar sein. Schreib gleich morgens (oder wann immer du willst) mind. 3 Dinge auf, für die du dankbar bist.
*Tagebuch schreiben oder malen
*Beim Aufstehen ganz bewusst den Boden unter den Füssen wahrnehmen.
*Ein Fussbad oder eine kleine Fussmassage, wenn du magst mit einem ätherischen Öl deiner Wahl. z.B. Lavendel zur Beruhigung. Pfefferminze oder Orange wirkend belebend oder Zeder zur Erdung. Es reicht auch schon einfach nur die Schuhe auszuziehen und den Fuß kurz in die Hand zu nehmen.
*Mini Kopfmassage – klopfe leicht mit den Fingerspitzen vom Hinterkopf aufwärts bis zu Scheitel. Klopfe sanft über den Kiefer und die Stirn. Massiere die Stirn und den Haaransatz. Kreise und streiche über die Nasenflügel. Umkreise die Augenhöhlen und die Ohrläppchen. Streiche Nacken und Hals aus. Wenn du willst kannst du die Massage über den Rest vom Körper ausdehnen. Besonders Brust und Bauch kannst Du so sanft lockern.
*Kleinere Reparaturen oder Verschönerungen in der Wohnung. Z.B. die Sofakissenbezüge neu färben, endlich einen neuen Lampenschirm kaufen, den Duschvorhang auswechseln usw.
*Ausflüge an Orte, die du normalerweise nicht besuchen würdest. Z.B. eine Parfümerie, Perlenladen, Bonbonhandlung, Bücherei oder Gärtnerei
*Mit einem Freund, der es gerade schwer hat, treffen.
*Ein Fotoalbum über den letzten Urlaub oder dein gegenwärtiges Leben gestalten und an die Oma schicken.
*Neue Playlist für den Abend/Morgen oder für einen Freund zusammenstellen.
*Klassische Musik hören
*Essen mit all deinen Sinnen genießen und allen danken, die dazu beigetragen haben.

Lass mich gern wissen, was für Dich funktioniert hat und auf welche Ideen Du gekommen bist.

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Wochenendseminare in TAOHA Selfcare & Bodywork für Einsteiger und Fortgeschrittene im EDEN*** Berlin

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4. bis 6. Oktober 2019 // 22. bis 24. November 2019// 31. Jan. bis 2.Februar 2020// 27. bis 29. März 2020// 22. bis 24. Mai 2020// 21. bis 24. August 2020// 2. bis 4. Oktober 2020// 4. bis 6. Dezember 2020, jeweils Fr. 16-20 Uhr Sa. und So. 11-20 Uhr

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