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Es ist Chili-Erntezeit – mit Rezept und Anbautipps

Foto © Ute Baacke

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Chilis sind lecker, machen glücklich, schmerzfrei und schlank. Mein Südbalkon, auf dem sich die wärmeliebende Pflanze pudelwohl fühlt, hängt voller kleiner, leuchtend roter und gelber Lampions. Besonders liebe ich die Habanero Chilis, die wie kleine rote Mini-Paprika aussehen.

1492 von Columbus auf Haiti entdeckt und nach Europa gebracht wurden Chilis beliebtes und unentbehrliches Gewürz und Heilmittel. Besonders bei den ärmeren Leuten, da sie sich im Gegensatz zum teuer importierten Pfeffer auch in Europas sonnigen Gegenden anbauen lies.

Chilis brennen nicht nur im Mund, auch die Tränen treibt es in die Augen und den Schweiß auf die Stirn. Verantwortlich ist der Wirkstoff Capsaicin. Je mehr davon in der Chili, desto schärfer schmeckt sie.

Bei einem guten Essen mit der richtigen Dosis Chili, werden Durchblutung und Verdauung angeregt, Wangen werden rot, Unterhaltungen kommen in den Fluss, die Stimmung steigt. Endorphine (Glückshormone) werden ausgeschüttet. Chili verleiht jedem Essen eine besondere Note. Nur die Menge sollte man richtig bemessen, sonst kann es sein, dass wir unsere Suppe unter Tränen löffeln müssen.

Chilis wirken sich außerdem günstig auf den Blutzuckerspiegel aus und regen, durch die verdauungsanregende Wirkung, die Fettverbrennung an.

Foto © Piet Frey

Foto © Piet Frey

Doch damit sind die segensreichen Wirkungen dieser Pflanze noch nicht erschöpft. Chilis lindern Husten und lösen verstopfte Schnupfennasen. Das kommt uns besonders jetzt in der kühleren Jahreszeit entgegen. Sie wirken entzündungshemmend und antibakteriell, was sich günstig auf den Darm sowie auch auf schmerzende Muskeln und Gelenke auswirkt.

Bei Verspannungen, Hexenschuss, Arthrosen und rheumaartigen Beschwerden wirkt sie äußerlich angewendet, schmerzlindernd und durchwärmend. Besonders an kalten, dunklen Herbst- und Winterabenden ist die Kombination von einem heissen Kakao mit Mandelmilch und einem Hauch Chili wohltuend und lecker.

Rezept: für 2 Portionen
400ml Milch deiner Wahl (z.B. Mandelmilch, Reismilch, Kokosmilch) aufkochen und mit 2–3 Teelöffel Kakaopulver oder frisch gemahlene Kakaobohnen, einem Süßungsmittel deiner Wahl (Honig, Reis-oder Dattelsirup), einer Prise frisch gemahlenem Chili und wahlweise 1–2 Tropfen naturreinem Orangenöl vermischen und genießen.

Tipps zum selber anbauen:
Anfang Februar Chilisamen für einen Tag in Wasser einweichen. Jeden Samen in ein Anzuchttöpfchen (z. B. www.jiffypot.com) pflanzen und warm stellen. Regelmäßig gießen. Wenn die ersten Blättchen kommen, umtopfen.
Ab Mai können die Pflanzen dann nach draußen. Möglichst viel Sonne. Wenig, aber ausreichend gießen.

Text: Ute Baacke, Ernährungsberaterin

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