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Sind Soja-Produkte gesund? Fragen und Antworten

© Katharina Wyss

Soja gilt bei uns seit ein paar Jahrzehnten als gesunde und unbedenkliche Alternative zu tierischem Protein. Mittlerweile gibt es jedoch Untersuchungen, die an der gesundheitlichen und ökologischen Harmlosigkeit von Tofu und Sojamilch zweifeln lassen. Einige dieser Untersuchungen, Studien und Gedanken haben wir hier für euch zusammengefasst: Soja als Fleischersatz?, Sojaöl, Sojalecithin, Soja in Asien, Soja und Verdauung, Soja und Demenz, Soja und Krebs, Soja und Allergien sowie wann Soja nützlich und gesund ist:

Soja als Fleischersatz?

Soja soll Fleischersatz sein. Und nicht nur das. Soja soll ein wertvoller und gesunder Fleischersatz sein. Die Menge an verwertbaren Eiweiss ist allerdings gering. Im Vergleich zu Eiern (45%) beträgt die Menge verwertbaren Eiweisses bei Soja nur 17%. (Quelle: Uwe Karstätt)

Fleisch, Innereien und Knochen sind in Maßen gesund, wenn sie von gesunden, artgerecht gehaltenen und ernährten Tieren stammen und nährstoffschonend verarbeitet werden. Wer auf Fleisch und tierische Produkte aus moralischen Gründen verzichten möchte, sollte besser auf Proteine aus grünen Pflanzen und Wildgrün zurückgreifen. Hanfsamen, Leinsamen und Chia liefern ebenfalls gut verwertbares Protein.

Sojaprotein ist ein Abfallprodukt der Sojaölindustrie.

Soja ist als Fleischersatz ein künstliches Industrieerzeugnis. Es wird für die Massenproduktion in riesigen Aluminiumcontainern mit Hexan gereinigt. Aluminium verursacht Demenz und Hexen schädigt bereits nach kurzer Einwirkzeit das zentrale Nervensystem und die Haut. Für den Sojaanbau in Südamerika werden riesige Regenwaldflächen gerodet und die Bevölkerung giftigen Pestiziden und Insektiziden ausgesetzt. Den moralischen Bedenken von Vegetariern und Veganern in Bezug auf Massentierhaltung, stehen ökologische und gesundheitliche Bedenken beim Anbau und der Verarbeitung von Soja gegenüber. Beides zerstört die Umwelt und zeugt von einem respektlosen Umgang mit der Erde und der Gesundheit von Mensch und Natur. Industrieller Sojaanbau und Verarbeitung gehören in dieselbe Kategorie wie die Massentierhaltung.

Wie gesund ist Sojaöl?

Sojaöl hat einen hohen Anteil an entzündungsfördernden Omega 6 Fettsäuren. Empfehlenswertere Alternativen sind Kokosöl, Avocadoöl zum Kochen und Leinöl oder Olivenöl zum Salat. Sojaöl wird hauptsächlich aus genmanipulierten Sojapflanzen hergestellt. Nur bei ausdrücklich als organic oder Bio gekennzeichneten Produkten kann man sicher sein, dass kein Glyphosat und gentechnisch verändertes Saatgut verwendet wurde.

Beim Anbau von gentechnisch verändertem Soja werden viel höhere Mengen giftige Pestizide und Herbizide wie Glyphosat verwendet. Glyphosat und gentechnisch verändertes Saatgut werden im Paket verkauft und verursachen Missbildungen und Erkrankungen bei Menschen die damit in Berührung kommen. Die hormonelle Signalübertragung und Enzyme die für unsere Entgiftung zuständig sind, werden durch Glyphosat gestört.

90% der weltweiten Sojaproduktion besteht aus gentechnisch verändertem Soja und dieser verunreinigt durch Aussamung auch natürliches Saatgut. Gentechnisch verändertes Soja enthält neue unbekannte Proteine und wirkt dadurch noch allergieauslösender als herkömmliches Soja. Auch die Antinährstoffe lassen sich noch schwerer umwandeln und verursachen dadurch Verdauungsbeschwerden.

Was ist Sojalecitin?

E322: Emulgator für die Verbindung von Öl und Wasser und ein Antioxydationsmittel. Sojalecithin wird sowohl in Nahrungsmitteln als auch in Kosmetik und Medizin verwendet. Die gesundheitliche Wirkung ist wegen der möglichen allergenen Wirkung und der Gentechnik umstritten.

Soja und Verdauung?

Soja enthält wie auch andere Hülsenfrüchte sogenannte Antinährstoffe, die eine optimale Verdauung und damit Nährstoffaufnahme vermindern und Blähungen verursachen können. Unter anderem sind es folgende Inhaltsstoffe:

  • Phytat/Phytinsäure hemmt die Aufnahme und Verwertung von Mineralien, wie z. B. Eisen, Kalzium, Kupfer, Magnesium, Zink u.a., und begünstigt damit  Anämie (Blutarmut), Unfruchtbarkeit, Osteoporose und Immunschwäche.
  • Lektine gehören auch zu den Phytaten und lassen die roten Blutkörperchen verklumpen („Geldrollen-Krankheit“) und fördern Blutgerinnsel sowie Thrombose und Embolien.
  • Goitrogene schädigen die Schilddrüse, verursachen eine Unterfunktion der Schilddrüse und können zu Krebs der Schilddrüse führen.
  • Protease- und Trypsinhemmer hemmen die Funktion der eiweißverdauenden Enzyme Protease und Trypsin. Das führt auf die Dauer zu Magen-Dysfunktion, Fäulnisbildung im Darm, chronischer Vergiftung des Blutes und der Lymphe, Überlastung der Bauchspeicheldrüse mit Diabetes und Krebs als möglicher Folge.
  • Saponine verbinden sich mit der Galle. Sie stören, behindern oder blockieren die Fettverdauung.
  • Lektine und Saponine verstärken gegenseitig ihre nachteilige Wirkung.

Soja und Krebs? Soja und Phytohormone?

Soja enthält Phytohormone, die tatsächlich Krebsarten an hormonproduzierenden Drüsen, wie Prostata-, Brust- und Gebärmutterkrebs, vermindern können. Allerdings steigt bei hohem Sojakonsum das Krebsrisiko an den Verdauungsorganen (Speiseröhren-, Magen-, Leber-, Darm- und Pankreaskrebs). Eine Portion Sojababymilch enthält Östrogene von 5 Antibabypillen. Genistein, Daidzein, Isoflavone und Isoflavonoide sind (pflanzliche) Phyto-„Östrogene“, die ähnlich wie tierische und menschliche Hormone wirken,  bei Kindern und Jugendlichen zu hormonellen Entwicklungs-Störungen und Unfruchtbarkeit führen können bzw. die Fortpflanzungsorgane, das Nerven-System und die Schilddrüse schädigen. Auch können Phytoöstrogene Schilddrüsenunterfunktion, Schilddrüsenkrebs und bei Frauen Brustkrebs verursachen und die Menstruation beeinflussen. Bei Männern reduziert Soja die Libido. Soja ist nach der Traditionellen Chinesischen Medizin ein kühlendes Lebensmittel. Deshalb wurde es von jungen Mönchen in buddhistischen Klöstern benutzt, um sich besser auf die Meditation konzentrieren zu können.

Soja und Allergien?

Soja gehört zu den acht stärksten Nahrungsmittel-Allergenen. Bei genmanipuliertem Soja verstärkt sich die allergene Wirkung. Allergien gegen Soja sind genauso häufig wie gegen Kuhmilch.

Soja und Demenz?

Seit der sogenannten Tofustudie eines Wissenschaftlers auf Hawaii von 1965 und 1993, ist anzunehmen, das regelmässiger Verzehr von Tofu mit Hirnschrumpfung und dem Verlust von Geistesfähigkeiten in Zusammenhang steht.

Soja in Asien?

Entgegen landläufiger Meinung wird Soja in Asien nicht als Fleischersatz verzehrt. Längst nicht alle Asiaten essen Tofu und wenn, dann nur in fermentierter Form als Nama Shoyu, Tamari, Miso, Tempeh oder Natto. Als kühlendes Nahrungsmittel geben asiatische Frauen ihren Männern Tofu, um deren Sexualtrieb zu dämpfen. Es ist also davon auszugehen, das der gesundheitliche Vorsprung den die Asiaten uns Europäern gegenüber zu haben scheinen, sich nicht mit dem Verzehr von Sojaprodukten begründen lässt.

Wann ist Soja nützlich und gesund?

  • Als Düngemittel und natürliches Pestizid: Das angebaute Soja wird untergepflügt und wirkt durch den hohen Phosphorgehalt der Pflanzen wie ein natürlicher Dünger für landwirtschaftliche Böden. Die enthaltenen Saponine wirken als natürliches Pestizid.
  • In fermentierter Form: Die Enzymhemmer und Saponine lassen sich durch Fermentation umwandeln und weitestgehend unschädlich machen. Somit sind traditionell fermentierte Sojaprodunkte wie Miso, Tamari, Nama Shoyu, Natto, Tempeh weniger gesundheitgefährdend. Also wenn überhaupt Soja auf den Speiseplan, dann nur ausdrücklich als biologisch und gentechnikfrei gekennzeichnete und fermentierte Produkte! Es ist schwer, gentechnikfreies Soja zu erhalten, da Schätzungen zu Folge auch in Deutschland bereits schon 90% des Saatgutes mit gentechnisch verändertem Saatgut kontaminiert wurde.

Unser Fazit

Soja ist kein von der Natur vorgesehenes Nahrungsmittel für den Menschen, wie auch Milch und Getreide. Es liegt nur als hochverarbeitetes Lebensmittel vor. Der Gesundheit und Umwelt zuliebe empfehlen wir, ganz auf Soja-Produkte zu verzichten.

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Quellen:
Dr. Terry Wahls „The Wahls Protokol“
Dr. David Perlmutter „Dumm wie Brot“
Dr. Uwe Karstädt „Die Säure des Lebens“
http://treeoflifecenterus.com/insights-on-soy-an-open-letter-to-ocean-and-john-robbins/
Wikipedia und die in den genannten Quellen zitierten Studien
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Die Autorin Ute Baacke ist u.a. Ernährungsberaterin, spezialisiert auf Rohkost und Paleo.

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